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Die Mollstraße verläuft von der Torstraße/Prenzlauer Allee über die Otto-Braun-Straße (Prenzlauer Berg) bis zum Platz der Vereinten Nationen/Landsberger Allee. Sie erhielt am 9. August 1963 ihren Namen. Joseph Maximilian Moll wurde am 14. Oktober 1813 in Köln geboren und starb am 28. Juni 1849 in Rothenfels an der Murg (Baden). Er war Uhrmacher, ist aber berühmt geworden als revolutionärer Politiker. Nach seiner Uhrmacherlehre begab sich Moll auf Wanderschaft durch verschiedene europäische Länder und wurde 1834 in der Schweiz Mitglied des Geheimbundes Junges Deutschland. Zwei Jahre später kam er in Paris zum Bund der Gerechten, in dem er 1846 Mitglied der Zentralbehörde wurde. 1839 ging Moll nach England und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des 1840 ins Leben gerufenen Deutschen Arbeiterbildungsvereins. Im Juni 1847 wählte man den Uhrmacher in London in die zentrale Leitung des Bundes der Kommunisten. Seit April 1848 lebte Moll in Köln, wurde im Juli des Jahres Präsident des Kölner Arbeiterbildungsvereins, der im September des gleichen Jahres einen bewaffneten Aufstand vorbereitete, der allerdings nie stattfand. Moll floh nach London. Statt seiner übernahm Karl Marx am 22. Oktober 1848 die Leitung des Kölner Arbeitervereins. Moll kehrte illegal nach Deutschland zurück und beteiligte sich im Frühsommer 1849 am badisch-pfälzischen Aufstand. Dabei kam er ums Leben.
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