Workshop zur Erforschung des Lebens und der Schicksale der Bewohner*innen des Jüdischen Seniorenheims Gerlachstraße

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa lädt zu einem gemeinsamen Workshop zur Erforschung des Lebens und der Schicksale der Bewohner*innen des Jüdischen Seniorenheims Gerlachstraße am Freitag, 9. September von 18 bis 21 Uhr im Haus der Statistik, Karla, ein. Zur Teilnahme bringen Sie bitte einen Laptop mit.

Um Antwort wird gebeten: FuegungDesSchicksals@gmail.com

Besuchen Sie zudem die Installation am Samstag, 24. September von 17 bis 20 Uhr:

Feiern und ehren wir Bewohner*innen des Jüdischen Seniorenheims Gerlachstraße
zuhören – austauschen – reflektieren – essen – trinken

Berolinastraße x Berolinastraße

Um Antwort wird gebeten: FuegungDesSchicksals@gmail.com 

Hintergrund

Das Jüdische Altenheim Gerlachstraße in der Gerlachstraße 18-21 war ein jüdisches Altenheim. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Heim von den Nazis beschlagnahmt und als Sammelstelle für ältere Juden genutzt, die in Konzentrationslager transportiert wurden. In den späten 1960er Jahren wurden die Gebäude auf dem Gelände, die nicht durch alliierte Bomben zerstört worden waren, abgerissen, um Platz für das Haus der Statistik der DDR zu schaffen. Im Jahr 2015 wurde der massive, leerstehende Komplex des Hauses der Statistik zum Gegenstand eines gemeinschaftlichen, gemeinschaftsorientierten Sanierungsprojekts. Die geplante Neugestaltung des Geländes bietet die Gelegenheit, die derzeitige und künftige Wohngemeinschaft und die kreativen Mieter im Haus der Statistik mit der verschwiegenen Geschichte zu konfrontieren, die die Stadtentwicklung der Nachkriegszeit verdrängt hat. Wir laden Sie zu einem Erinnerungsprozess ein!

Gedenkstein – Eine lange Geschichte

Hinter dem Block Mollstraße 8-11 steht seit langem ein Gedenkstein, der an den sogenannten Rabenstein erinnert. Leider wurde der Gedenkstein entwendet und nun von der Genossenschaft erneuert. Woran der Stein gedenkt, erzählen wir In eigener Sache.